Bass-Manufaktur von Weltruf – Instrumente aus Meisterhand

Seit über 30 Jahren fertigt Siggi Jäger Bässe der Marke HUMAN BASE in präziser Handarbeit und mit großer Liebe zum Detail.

Siggis erster Bass war ein Fender Jazz Bass – und er besitzt ihn heute noch. Tatsächlich verbrachte er neben seiner Leidenschaft für Musik und Bassspiel viel Zeit damit, dieses Instrument zu optimieren. Dabei verstärkte sich seine Faszination für handwerkliches Gestalten und den Instrumentenbau.

Nach einer Ausbildung zum Elektroniker und verschiedenen Tätigkeiten in der Elektronikbranche folgte Siggi Jäger Mitte der 1980er-Jahre seiner eigentlichen Leidenschaft: dem Instrumentenbau. Seinen Ausbildungsplatz als Zupfinstrumentenmacher fand er 1985 bei Walter A. Hoyer in Erlangen, dem Sohn des legendären Arnold Hoyer. Dort hatte er das Glück mit den geschätzten Kollegen Hans Herrmann, zuständig für die Gitarrenabteilung, sowie Knut Welsch, einem begnadeten und leider viel zu früh verstorbenen Gitarrenbaumeister, zusammenzuarbeiten. Nicht zuletzt lernte er dort Hasko Ahrendt kennen, durch den der Kontakt zu Henning Doderer im Taunus entstand.

Als Walter Hoyer Konkurs anmelden musste, befand sich Siggi im zweiten Ausbildungsjahr und konnte seine Lehre bei Henning Doderer fortsetzen. Dessen Modellpalette umfasste unter anderem Konzert-, Western- und Jazzgitarren, Mandolinen, Mandolas sowie einige exotische Zupfinstrumente, was Siggis Horizont im Instrumentenbau erheblich erweiterte.

Im Anschluss an seine Gesellenprüfung baute er gemeinsam mit Hasko Ahrendt die „No Sweat“-Bässe exklusiv für „Mr. Bassman“ in Frankfurt, damals das größte Bassgeschäft Deutschlands. Gleichzeitig waren beide für deren Reparaturabteilung verantwortlich. Unzählige Instrumente gingen dabei durch ihre Hände – ein Erfahrungsschatz von unschätzbarem Wert.

Nur ein Jahr später war die Zeit reif für die Präsentation eigener Modelle. 1989 entstand der Markenname „HUMAN BASE“, verbunden mit einem Logo, das den vitruvianischen Menschen von Leonardo da Vinci zeigt. „HUMAN BASE“ steht dabei für den Anspruch, jedes Instrument individuell auf die Wünsche der Musikerinnen und Musiker abgestimmt als handwerkliches Unikat herzustellen.

Die ersten beiden Modelle waren „Max“ und „Jonas“, die mit einigen Weiterentwicklungen bis heute angeboten werden.

Im Jahr 1989 stellten Hasko und Siggi ihre Instrumente „Max“ und „Jonas“ erstmals auf der Frankfurter Musikmesse vor. Dort lernten sie Udo Klempt-Gießing und Herbert Bartetzko von der Firma Glockenklang, dem Hersteller von Premium-Bassanlagen, kennen. Schnell entstand eine enge geschäftliche Beziehung und persönliche Freundschaft, die bis heute anhält.

Das hohe technische Niveau und die Philosophie von Glockenklang hatte direkten Einfluss auf das Konzept der Elektronik in den HUMAN BASE Bässen. Zudem war Herbert Bartetzko der Namensgeber für „HUMAN BASE“.

In den folgenden Jahrzehnten war HUMAN BASE auf jeder Frankfurter Musikmesse vertreten, zeitweise auch auf der NAMM Show in Anaheim bei Los Angeles.

Im Laufe der Jahre entstanden zahlreiche weitere Modelle. Der erste Schraubhalsbass war der „BaseX“ mit der neu entwickelten Hals-Korpus-Verbindung, gefolgt von „JbX“. Hinzu kamen die Singlecut-Modelle „ClassX“, „The Base“ und „Daily Base“.

Die Modelle „BaseX.oc“ und „Roxy“ wurden erstmals auf der NAMM Show vorgestellt, in den USA montiert und anschließend nach Deutschland importiert. Seit vielen Jahren werden auch diese beiden Modelle in eigener Fertigung von Siggi in Waldems hergestellt.

Neben der umfassenden Modellpalette entstanden im Laufe der Zeit auch unzählige Custom-Instrumente.

1995 legte Siggi die Meisterprüfung im Zupfinstrumentenmacher-Handwerk bei der Handwerkskammer München erfolgreich ab.

Bereits Anfang der 1990er-Jahre ging Hasko Ahrendt seine eigenen Wege. Seitdem trägt Siggi Jäger die alleinige Verantwortung für die Marke HUMAN BASE.